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17.06.2024

Papst: Krieg verursacht Armut

Franziskus lässt keine Gelegenheit aus, den Krieg zu geißeln - In seiner nun veröffentlichten Botschaft zum Welttag der Armen 2024 erinnert er an die zerstörerische Macht von Kriegen und ihre schlimmen Folgen für die Schwächsten.

Wer auf Kosten anderer zu Macht und Reichtum kommen will, unterliegt nach Worten von Papst Franziskus einer "traurigen Illusion": "Das Glück erlangt man nicht, indem man das Recht und die Würde anderer mit Füßen tritt", erklärt er in seiner Botschaft zum diesjährigen kirchlichen Welttag der Armen.


"Die durch Kriege verursachte Gewalt zeigt deutlich, wie viel Anmaßung diejenigen bewegt, die sich vor den Menschen für mächtig halten, während sie in den Augen Gottes erbärmlich sind", so das Kirchenoberhaupt. "Wie viele neue Arme verursacht diese schlechte, mit Waffen gemachte Politik, wie viele unschuldige Opfer!"

Den achten Welttag der Armen begeht die katholische Kirche am 17. November. Die zugehörige Papst-Botschaft wird stets mehrere Monate im Voraus veröffentlicht. Der Tag steht 2024 unter dem Thema "Das Gebet des Armen steigt zu Gott empor", das Zitat stammt aus der Bibel. "Wir sind aufgerufen (...) in die Fußstapfen Jesu zu treten, der der Erste war, der sich mit den Letzten solidarisierte", erklärt Franziskus.



Bevorzugter Platz im Herzen Gottes

Man könne von den Armen viel lernen, "denn in einer Kultur, die den Reichtum an die erste Stelle gesetzt hat und die Würde der Menschen oft auf dem Altar der materiellen Güter opfert, rudern sie gegen den Strom und weisen darauf hin, dass das Wesentliche im Leben etwas ganz anderes ist", so der Papst.

Die Armen hätten einen bevorzugten Platz im Herzen Gottes, denn er sei ein fürsorglicher Vater für alle. "Als Vater kümmert er sich um diejenigen, die ihn am meisten brauchen: die Armen, die Ausgegrenzten, die Leidenden, die Vergessenen." Doch niemand sei aus seinem Herzen ausgeschlossen, "denn wir alle sind vor ihm arm und bedürftig", gibt Franziskus zu bedenken.

Die schlimmste Diskriminierung für die Armen sei der Mangel an geistlicher Zuwendung, so der Papst. "Die riesige Mehrheit der Armen ist besonders offen für den Glauben; sie brauchen Gott, und wir dürfen es nicht unterlassen, ihnen seine Freundschaft, seinen Segen, sein Wort, die Feier der Sakramente anzubieten", betont Franziskus.